Zukunftsweisendes Konzept für Würzburgs Seniorinnen und Senioren

Wie wollen wir in Würzburg im Alter leben? Mit dieser Frage beschäftigt sich das 3. Seniorenpolitische Gesamtkonzept der Stadt Würzburg, das nun zum zweiten Mal fortgeschrieben wurde. Alter ist schließlich nicht nur Last, Einschränkung und Unterstützungsbedarf. Alter ist auch Chance auf Freiheit, Selbstbestimmung, Genuss und Aktivität. Dafür gilt es, Unterstützungsbedarf zu erkennen, Unterstützung zu planen und zu mobilisieren, auch von Älteren für Ältere. Wichtig ist es auch, für dieses dritte Lebensalter Angebote zu gestalten, die eine umfassende Teilhabe, aber auch Teilhabe der älteren Generation ermöglichen.

Die Grundlage für diese Teilhabe liegt in der Infrastruktur, für die das Seniorenpolitische Gesamtkonzept den Fahrplan bildet. Zu Beginn des Jahres 2022 werden die Ziele und Maßnahmen des Konzeptes in einem seniorenpolitischen Forum inhaltlich diskutiert werden. Für diese Fortschreibung hat das Institut für soziale Planung, Beratung und Gestaltung GmbH BASIS Würzburger Bürgerinnen und Bürger im Alter von über 55 Jahren um ihre Einschätzungen gebeten. Ihre Meinung wurde in das Seniorenpolitische Gesamtkonzept aufgenommen, wie auch die Rückmeldung der Träger der ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen. Dabei geht es unter anderem um unterschiedliche Wohnformen im Alter, aber auch um Gesundheitsversorgung sowie Barrierefreiheit und Mobilität. Einen weiteren Schwerpunkt bilden auch die Versorgung und Unterstützung im Alltag sowie die sozialen Kontakte der Seniorinnen und Senioren.
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Benefiz-Orgel-Konzert aus dem Würzburger Dom im Advent 2021

Zugunsten des Hilfsfonds der Seniorenvertretung Stadt Würzburg.

Liebe Besucherinnen und Besucher des virtuellen Benefizkonzertes,

herzlich willkommen im Kiliansdom! Sie haben ihn über Ihren Browser betreten und sind nicht über die Alte Mainbrücke gekommen. Musik bereichert. Musik baut auf. Musik zeigt neue Perspektiven. Das ist wichtig, gerade in diesen Tagen der vierten Welle der Corona-Pandemie. Manch einem fällt die Decke auf den Kopf. Gereiztheit macht sich breit und ich frage mich immer wieder: Wie schaffen wir da die Wende von der Trostlosigkeit zu neuem Mut?

Für mich hat sich eine Übung bewährt: Ich erfahre immer wieder, dass sich Gedanken der Trostlosigkeit einzig und allein von Gedanken der Vorfreude oder der Dankbarkeit beiseite schieben lassen. Also, ich denke an etwas ganz Konkretes, was mein Herz mit Geborgenheit erfüllt und es zur Ruhe kommen lässt. Manchmal greife ich dabei zur Bibel und bete den Geborgenheitspsalm 131. Dort kommt zum Ausdruck, wie er sich anfühlt, wenn es einem gelungen ist, im kleinen Alltag etwas zu erkennen, was Freude macht und die Dankbarkeit nährt. Da kann der Psalmist oder die Psalmistin ausrufen:

„Ich ließ meine Seele ruhig werden und still.
wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“ (Ps 131,2)

Vielleicht wäre das ja wirklich der Stoff für eine persönliche Übung im Advent: sich mindestens einmal am Tag hinzusetzen, wirklich ruhig und still zu werden und etwas an diesem konkreten Tag zu suchen,worüber ich mich gefreut habe oder worauf ich mich freue, so dass sich mein Herz mit Dankbarkeit füllt.

Ich bin sicher, dass wir fündig werden. Wenn wir bis Weihnachten in diese Schule gegangen sind, dann werden wir mit anderen Augen vor der Krippe stehen:
Wenn die Übung schiefgeht, werden wir nur einen schmutzigen Viehstall sehen und mit den Achseln zucken…
Wenn die Übung in uns aber etwas bewirkt, dann fangen wir an zu verstehen, dass die Krippe allein der Ort sein kann, an dem Gott unter uns Menschen geboren wird: In der Armut und Schlichtheit der Krippe gibt es überhaupt nichts mehr, was unser Auge ablenken kann und wir erkennen:

Gott zeigt so ganz anders sein Herz und bringt seine Geschenke mit,die wir im Lied besingen:

„Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir“ (GL 816).

Zu schön, um wahr zu sein? Nein! Es liegt an uns!

So wünsche ich von Herzen eine gesegnete Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im neuen Jahr 2022!

Ihr Domdekan
Jürgen Vorndran

… freundlich gefördert von der Sparkasse Mainfranken Würzburg

Der Achte Altersbericht in der Diskussion – eine Zwischenbilanz

Online-Veranstaltung zum 8. Altersbericht im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages.

Der Achte Altersbericht der Bundesregierung mit dem Titel „Ältere Menschen und Digitalisierung“ wurde im August 2020 veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen für ältere Menschen der digitale Wandel in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Pflege, soziale Beziehungen, Mobilität und Sozialraum mit sich bringt. Seitdem gab es einige Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Stellungnahmen mit Diskussionen der Chancen und Herausforderungen digitaler Technologien.

Bei der Veranstaltung auf dem 13. Deutschen Seniorentag soll eine Zwischenbilanz gezogen werden und die folgenden Fragen sollen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis besprochen werden: Wie entwickelt sich aktuell der digitale Wandel für ältere Menschen? Was sind zentrale Erkenntnisse aus der bisherigen Debatte? Welche Anstöße gibt dabei der Achte Altersbericht?

Mitwirkende

  • Dr. Regina Görner, stellvertretende Vorsitzende der BAGSO
  • Helga Handke, Digitalbotschafterin aus Rheinland-Pfalz
  • Prof. Dr. Andreas Kruse, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Vorsitzender der Achten Altersberichtskommission
  • Patrick Ney, Projektmanager für Digitalisierung, Digital Scout, Datenschutzkoordinator, Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Senioren
  • Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Leiter der Abteilung 3 „Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Moderation
Dr. Frank Berner, Geschäftsstelle für die Altersberichte der Bundesregierung, Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)

Der Achte Altersbericht in der Diskussion – eine Zwischenbilanz

Prof. Dr. Kruse, Kernaussagen des Achten Altersberichts

Stadt gemeinsam gestalten

Altenburg, Hannover, Münster und Nürnberg: In diesen vier Städten haben zivilgesellschaftliche Initiativen mit Unterstützung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik von 2019 bis 2021 neue und gemeinwohlorientierte Modelle der Quartiersentwicklung erarbeitet und erprobt. Eine aktuelle Veröffentlichung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) blickt nun zurück auf die Projekte und ihre Ergebnisse – und zeigt, was die Stadtmacherinnen und Stadtmacher in den Kommunen beispielhaft verändert haben.

Die Broschüre im Wortlaut (PDF)

Vergleichende Untersuchung zur kommunalen Altenarbeit

Disparitäten hinsichtlich der Lebensverhältnisse älterer Menschen – Befragung zur Beschreibung, Sichtbarmachung und Analyse der Teilhabemöglichkeiten älterer Menschen in den Kommunen in Deutschland.

Die Lebenserwartung ist in Deutschland deutlich gestiegen und sie steigt weiter an, auch für die bereits heute älteren Menschen. Seit einigen Jahren und über einen Zeitraum von weiteren rund 15 Jahren kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter. Damit ändern sich die Altersstrukturen anhaltend. Die Gruppe der Menschen im Alter von 85plus ist dabei die am stärksten wachsende Gruppe.

Wir begrüßen diesbezügliches Engagement vielerorts und sehen die Anstrengungen von Kommunen und freiwilligen Helferinnen und Helfern. Aber sie sind nicht ausreichend: Es gibt noch große Lücken und Disparitäten, die sich vor Ort nicht allein mit gutem Willen füllen lassen.

Zur Studie.

Wohnen mit technischer Unterstützung

Geräte - Einsatzfelder - Kosten.

wir leben in Zeiten einschneidenden demografischen Wandels. Das heißt, es kommt zu einem erheblichen Anstieg des Anteils der älteren Bevölkerung in der Gesellschaft. Die Altersgruppe der Menschen über 64 Jahre wird in den nächsten zwei Jahrzehnten voraussichtlich um rund ein Drittel von 16,7 Millionen Menschen im Jahr 2008 auf 22,3 Millionen Menschen im Jahr 2030 ansteigen. Daher ist davon auszugehen, dass auch die Zahl der Pflegebedürftigen ansteigt, einhergehend mit einem wachsenden Betreuungs- und Versorgungsbedarf. Trotz dieser Prognosen wünschen sich über 90 Prozent der Menschen – auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, weiterhin so lange wie möglich zu Hause blei-
ben zu können. Ältere Menschen wollen ihren Alltag möglichst eigenständig bewältigen, trotz Einschränkungen, indem sie von Angehörigen, Nachbarn und
Dienstleistern unterstützt werden.

Das vorliegende Handbuch „Wohnen mit technischer Unterstützung: Einsatzfelder – Geräte – Kosten“ gibt einen umfangreichen Überblick über Geräte und Anbieter aus den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation und Alltagsleben. Die in diesem Handbuch ausgewählten Geräte beschreiben auftretende Einschränkungen wie z. B. Seh- und Hörprobleme, Vergesslichkeit sowie nachlassende Kräfte und Beweglichkeit. Die illustrierten Geräte wie z. B. elektrische Aufstehhilfen unterstützen beim Aufstehen, Hinsetzen und entlasten die Kniegelenke. Neben der Funktion werden zusätzlich Nutzen, Kosten und weitere Produkte aufgezeigt. Daneben gibt eine Datenschutzampel Orientierung über die Anzahl der informierten Personen und der Speicherung persönlicher Daten.

Zum Handbuch

Veränderungen in sozialen Netzwerken und Lebensereignisse über die Lebensspanne: eine Meta-Analyse

Für Forscher und Praktiker, die sich für soziale Beziehungen interessieren, stellt sich die Frage, wie groß soziale Netzwerke typischerweise sind und wie sich ihre Größe und Zusammensetzung im Erwachsenenalter verändert. Auf der Grundlage der Vorhersagen der Theorie der sozioemotionalen Selektivität und der Theorie der sozialen Konvois haben wir eine Metaanalyse zu altersbedingten Veränderungen sozialer Netzwerke und zu den Auswirkungen von Lebensereignissen auf soziale Netzwerke durchgeführt und dabei 277 Studien mit 177.635 Teilnehmern von der Adoleszenz bis ins hohe Alter berücksichtigt.
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Deutscher Alterssurvey (DEAS)

Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine bundesweit repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen, die sich in der zweiten Lebenshälfte befinden (d. h. 40 Jahre und älter sind).

Die umfassende Untersuchung von Personen im mittleren und höheren Erwachsenenalter dient dazu, Informationen und Daten bereitzustellen, die sowohl für die sozial- und verhaltenswissenschaftliche Forschung als auch für die Sozialberichterstattung genutzt werden können. Die DEAS-Daten bilden damit eine wichtige Informationsgrundlage für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, die interessierte Öffentlichkeit und für die wissenschaftliche Forschung. Die erste Befragung wurde im Jahr 1996 durchgeführt. Weitere Befragungen folgten 2002, 2008, 2011, 2014, 2017 sowie 2020/2021. Die Befragungen werden von infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH in Bonn durchgeführt.

Im Sommer 2020 fand eine Kurzbefragung statt, in der es um die Folgen der Corona-Krise auf den Alltag und die Lebenssituation von Menschen in der zweiten Lebenshälfte geht. Daraus gingen mehrere Ausgaben des DZA Aktuell hervor:

Internetnutzung von Menschen in der zweiten Lebenshälfte während der Corona-Pandemie: Soziale Ungleichheiten bleiben bestehen
Hier der Bericht: