Handlungsleitfaden: Suchtvorbeugung im Alter

Mit dem demografischen Wandel kommt es zunehmend zu gesellschaftlichen Veränderungen und die Menschen werden immer älter, bleiben aber zugleich länger jung. Herausragendes Ziel der Lebensphase 60+ ist gesundes Altern. Neben den Chancen und Freiheiten, die das Alter mit sich bringt, gibt es auch diverse Risikofaktoren. Lebensumbrüche und Veränderungen können zum vermehrten und riskanten Konsum von Alkohol und Medikamenten führen. Das Alkohol und Medikamente oft unbewusst und stärker als in jungen Jahren massive gesundheitliche Risiken im Alter bewirken, ist vielen nicht bekannt. Hier besteht nach wie vor ein großes Informationsdefizit – sowohl bei der Endzielgruppe Senior*innen als auch bei den Multiplikator*innen im Bereich der Seniorenarbeit und Altenhilfe.

Vor diesem Hintergrund wird das „Tabuthema“ Sucht im Alter aufgegriffen: Das Modul „Stark bleiben. Suchtfrei alt werden.“ der NRW-Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ ist ein Angebot zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention älterer Menschen und wird gefördert vom Ministerium sowie den gesetzlichen Krankenkassen. Die Kampagne richtet sich an Senior*innen (60+) sowie deren Angehörige und Multiplikator*innen aus der Seniorenarbeit NRW. Die Angebote und Möglichkeiten von „Stark bleiben“ sind vielfältig und das Ziel des Projektes ist es unter anderem, die Altenhilfe mit der Suchthilfe und -prävention bekannt zu machen und langfristige Strukturen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzubauen.

In der letzten Woche ist der Handlungsleitfaden „Suchtvorbeugung im Alter“ mit ergänzendem Materialheft erschienen. Die Publikation richtet sich an Multiplikator*innen aus der Seniorenarbeit und Fachkräfte für Suchtvorbeugung.

Handlungsleitfaden “Suchtvorbeugung im Alter” zum Download auf der Website der Ginko-Stiftung für Prävention

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